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06.04.14

Hawaiian Baby Wood Rose ( Argyreia nervosa )

Starr 050107-2974 Argyreia nervosa

Asiatisches und hawaiianisches ausdauerndes Windengewächs mit großen herzförmigen Blättern.Auch bekannt unter den Namen: Hawaiianische Holzrose
Verwendung: Die Samen werden aus den Hülsen entfernt, die weiße Schicht wird von der Samenoberfläche abgekratzt, der Rest abgesenkt, und die Samen werden gemahlen und gegessen oder man lässt die gemahlenen Samen in Wasser ziehen, seiht dann ab und trinkt den Auszug, mit oder ohne Samenbrei. Die übliche Dosis beträgt 6-8 Samen. Halluzinogen-gewohnte Personen nehmen durchschnittlich 15 Samen.
Wirksame Inhaltsstoffe: D-Lyserg-Säure-Amid (LSA).
Wirkungen: LSD-ähnlich. Die gedanklich und geistige Komponente ist stärker, optische und andere sensorische Halluzinationen sind weniger ausgeprägt als unter LSD. Der Rauschzustand hält etwa sechs Stunden an. Trance-Gefühl am nächsten Tag ist bei hohen Dosen die Regel.
Nebenwirkungen: Häufig tritt starke Mattigkeit auf. Während der ersten zwei Stunden kann es zu Übelkeit kommen, daher am Besten auf leeren Magen einnehmen. LSA sollte nicht von Schwangeren (kann zu Gebärmutterkontraktionen führen) oder von Personen mit Lebererkrankungen eingenommen werden. Wie bei allen Halluzinogenen kann es auch hier zur Aktivierung latenter Psychosen kommen.
Bezugsqellen: Samenhandlungen, Online Auktionshäuser
Sonstiges: Die Pflanze Ipomea hat den selben Wirkstoff.

26.03.14

Bilsenkraut

Hyoscyamus niger 0003
Das Bilsenkraut ist seit jeher als Hexenpflanze bekannt und wurde früher auch Tollkraut oder Zigeunerkraut genannt. Mit seinen schmutzig-gelben Blüten sieht es nicht gerade einladend aus.
Gerüchte besagen, daß das Orakel von Delphi im Altertum seine Prophezeiungen unter Einfluss von Bilsenkrautdämpfen gemacht hat.
In früheren Jahrhunderten wurde Bilsenkraut auch gerne zum Bierbrauen benutzt, möglicherweise hat die Stadt Pilsen in Böhmen sogar ihren Namen vom Bilsenkraut.
Allgemein wird in der Literatur besonders die betäubende, Vergessen-bringende Kraft des Bilsenkrauts erwähnt. Angeblich sollen sogar manche Hexen vor ihrer Verbrennung damit ruhig gestellt worden sein.

Inhaltstoffe:
Bilsenkraut enthält deutlich geringere Mengen an Alkaloiden als Tollkirsche und Stechapfel. Vorwiegend enthält es Hyoscyamin und Atropin. Außerdem hat es Skopolamin, wobei das Mengenverhältnis etwa zwischen dem der Tollkirsche und dem des Stechapfels liegt.
Wirkung

Verwendung:
Die Blätter und vor allem die leicht dosierbaren Samen des Bilsenkrauts
werden wegen ihres berauschenden Effekts geraucht. Die Hexensalben
des Mittelalters wurden hergestellt, in dem man die zerkleinerten Pflanzenteile in
Schweineschmalz bei nicht zu hohen Temperaturen auskochte und anschließend
das noch heisse Fett durch ein Tuch direkt in das Aufbewahrungsgefäß seihte.
Rauchen und die Anwendung als Salbe haben den Vorteil, daß die Wirkung besser
dosier- und kontrollierbar bleibt, als dies bei der Einnahme als Tee oder gar der
Rohdroge der Fall wäre. (Trotzdem starb Karl Kiesewetter, ein Erforscher und
Kenner der Hexensalben, bei einem Selbstversuch.) Von der Einnahme der Samen
und von Zubereitungen daraus wird abgeraten.
Siehe Rezept Hexensalbe

Pflanze:

Die ein- bis zweijährige Pflanze wird ca. 70 cm hoch. Sie hat zottig behaarte gesägte Blätter, die sich klebrig anfühlen. Ihre Blüten sind schmutzig-gelb mit violetten Adern. Insgesamt soll das Bilsenkraut sehr unangenehm riechen.

In Mitteleuropa ist das Bilsenkraut sehr selten geworden.

Wirkungen:
Bilsenkraut ist eine narkotisch und halluzinogen wirkende Giftpflanze.
Es können Halluzinationen des Gesichtssinns, des Gehörs und des
Geschmacks auftreten. Aggressives Verhalten während des anfänglichen Erregungszustandes
kommt vor. Später kommt es zu tiefem, narkotischem Schlaf,
währenddessen Halluzinationen, häufig sexuellen Inhalts, oder auch Flugträume
oder Tierverwandlungen erlebt werden. Die Welt wird unter Scopolamin häufig
magisch, mystisch, märchenhaft verändert erlebt. Die durch Nachtschattenalkaloide
hervorgerufenen Halluzinationen erscheinen dem Berauschten nicht selten als
real. Ein Verwandter unseres schwarzen Bilsenkrauts, das weiße Bilsenkraut,
(Hyoscyamus albus oder auch Hyoscyamus muticus) wächst in Teilen Nordafrikas,
so. z.B. in Ägypten, und wird von den Arabern „Sekaran" - die Berauschende -
genannt. Die Blätter dieser Pflanze werden von den Beduinen noch heute
manchmal geraucht, um Rauschzustände hervorzurufen. Von den drei wichtigsten
Nachtschattengewächsen, Tollkirsche, Stechapfel, Bilsenkraut scheint der sehr
vorsichtige Gebrauch des letzteren am wenigsten riskant zu sein, besonders
wenn es geraucht wird. Bedingt ist dies einesteils durch die relativ geringste Alkaloidkonzentration
aller drei Pflanzen. Der zweite Grund ist der, daß im Bilsenkraut
der relative Anteil der stark giftigen Stoffe Atropin und Hyoscyamin
geringer ist und das weniger giftige Scopolamin stärker überwiegt, als bei den
anderen beiden.

Nebenwirkungen:
Bilsenkraut ist giftig. Wer mit Nachtschattengewächsen
experimentieren will, muß sich dessen bewußt sein und sollte sich mit den Wirkungen
der Alkaloide Atropin, Hyoscyamin und Scopolamin auseinandergesetzt
haben, die in zu hohen Dosen zum Tod führen. Durstgefühl, Kopfdruck,
Schwindel, allgemeines Vergiftungsgefühl sind die am häufigsten auftretenden
Nebenwirkungen. Besonders am folgenden Tag ist ein katerähnlich auftretendes
Vergiftungsgefühl die Regel. Vorsicht ist bei wiederholter Anwendung in kurzen
Zeitabständen geboten; bereits kleine, sonst harmlose Dosen können ausreichen,
um in einen schweren Rauschzustand zu geraten. Während der anfänglichen
Erregungsphase kann es zu relativ hoher Herzfrequenz kommen. Personen mit
vorgeschädigtem Herzen (Angina pectoris, Verengung der Herkranzgefäße,
Herzinfarkt) sollten das Bilsenkraut daher auf keinen Fall verwenden. Vergleichen
Sie auch die Wirkungen und Nebenwirkungen von Atropa Belladonna und von
Datura Stramonium

Bezugsqellen:
Samen ist in Samenhandlungen und Ethnobotanik Shops erhältlich.
Der Samen wird zeitweise auch in Online Auktionshäusern angeboten

16.02.14

Kratom

Kratomtree
Geschichte:

Der in Thailand und Malaysia in Sumpfgebieten heimische Kratom-Baum wurde bereits im späten 19. Jahrhundert als Substitutionsmittel bei Opiatabhängigen verwendet. Die ersten Studien über die chemischen und pharmazeutischen Eigenschaften wurden in diesen Ländern jedoch erst um 1920 durchgeführt. Dabei stellte sich heraus das der Hauptwirkstoff Mitragynin ein ausgezeichnetes Mittel zur Behandlung von Diarrhoe ist und anscheinend auch in höheren Dosen ein eher geringes Schädigungspotential aufweißt. Da die Blätter der Pflanze, insbesondere in Thailand, sich allerdings schnell als Rauschmittel verbreiteten wurde diese dort 1943 verboten.

In der westlichen Welt ist Kratom eher unbekannt und es wurden bis jetzt keine nennenswerten Forschungen zu der Pflanze angestellt.

Traditioneller Gebrauch

Kratom, und spezifisch Mitragynine, ist bekannt für seine positiven Effekte auf die Stimmung. Es stimuliert Deinen Körper und erhöht so Aktivität.
Traditionell wird Kratom von Thai-Bauern, Viehzüchtern und Arbeitern als Stimulant benutzt, um ihre harte Arbeit verrichten zu können. Diese Leute benutzen Kratom täglich. Einige Studien besagen, dass bei den Landarbeitern keine Suchtprobleme auftreten, während andere jedoch haben. Starke Gebraucher können Kratom zwischen 3 und 10 mal am Tag kauen, während beginnende Gebraucher nur ein paar Blätter benötigen, um einen Effekt zu spüren. Einige müssen nach gewisser Zeit die Dosis auf 10-30 Blätter am Tag, oder sogar mehr erhöhen.
In einigen Teilen des Landes, so sagt man, bevorzugen Eltern, ihre Töchter mit Kratom-Gebrauchern, anstatt mit Marihuana-Rauchern zu verheiraten. Man glaubt, dass Kratom-Gebraucher harte Arbeiter sind, während Marihuana-Raucher faul sind. Dieser Glaube aber wird von den Gebrauchern selbst befestigt - sie sagen, dass sie mit Kratom begonnen haben, da sie effizienter arbeiten wollten, und das ist genau das was Kratom ihnen gab - einen starken Drang zur Arbeit. Wie auch immer, Thailand hat den Gebrauch von Kratom verboten, und hat die Pflanze in die geiche Kategorie wie Kokain und Heroin eingestuft. Somit hat Kratom die dubiose Angewohnheit, genau in dem Land, von dem es abstammt, verboten zu sein, obwohl es schon seit Jahrhunderten gebraucht wurde.

Medizinische Wirkung:
Kratom - Mitragyna specios - wirkt blutdrucksenkend, immunstimulierend, muskelentspannend, erhöht die Aktivität von Phagozyten, zytotoxisch, entzündungshemmend, blutzuckersenkend, antiviral, schmerzstillend und ist ein Antioxidans. In Thailand wird es auch als Mittel gegen Durchfall eingesetzt. Nebenwirkungen gibt es bei Kratom - Mitragyna specios - kaum. Bei regelmässiger Einnahme hoher Dosen besteht die Gefahr einer Abhängigkeit. Weitere Nebenwirkungen können Verstopfung, trockener Mund, Appetitlosigkeit und in Folge Gewichtsabnahme sein. Bei Arbeitern in Thailand machten sich nach jahrelanger intensiver Einnahme in Einzelfällen Hautverfärbungen bemerkbar.
In Studien konnte eine Wirkung des Mitragynins als Hustenstiller und Schmerzmittel nachgewiesen werden. Im Gegensatz zu vergleichbaren Medikamenten wie dem Codein wies Mitragynin bei gleicher Dosierung keine Nebenwirkungen auf. Insbesondere kein Erbrechen oder Atemnot.

Kratom-Arten
Es gibt verschiedene Arten von Kratom: Blätter, Puder und Harz. Das Harz und das Puder sind für gewöhnlich stärker als die Blätter, aber die Stärke von jedem Produkt hängt auch vom Alter und der Qualität der Pflanze, von der es gemacht wurde ab. Einige Websites bieten 'commercial leaves’, was bedeutet, dass dies eine Mischung aus unterschiedlicher Qualität ist. Diese sind gut, um Dein eigenes Extrakt zuzubereiten. Du findest auch erlesene, hochqualitative Blätter oder Puder (welches gewöhnlich zermahlene Blätter sind). Sie sind teurer, aber dafür braucht man weniger. Es ist schwierig zu sagen, welches das Beste ist. Du solltest Dir einen seriösen, verlässlichen Anbieter suchen, der qualitativ hohen Kratom garantieren kann.
Wirkung:
In geringen Mengen eher stimulierend, in Höheren seditierend. (Opium ähnlich)

Wirkungseintritt: nach ca. 5-15 min,

Wirkungsdauer: je nach Menge 2 - 6 Stunden

Nebenwirkungen:
Übelkeit - kann vermindert werden, wenn Konsum auf nüchternen Magen erfolgt; Kreislaufprobleme

Quellen:

10.09.10

Phalaris arundinacea-Rohrglanzgras und andere Sorten (DMT)

Phalaris-Arten
Verschiedene Grasarten enthalten Alkaloide: das Rohrglanzgras, das man u.a. in
Europa und den USA findet, das italienische Gras Phalaris aquatica
und das marokkanische Gras Phalaris brachystachys.

Verwendung:
Extrakte oder der Presssaft aus dem Gras werden mit Harmalasamen
oder einem Extrakt daraus eingenommen. Sehr konzentrierte Extrakte
können geraucht werden.

Wirksame Inhaltsstoffe:
DMT (N,N-Dimethyltryptamin) und/oder 5-Meo-
DMT (5-methoxy-N,N-dimethyltryptamin) und weitere Tryptamine in stark
wechselnder Zusammensetzung und Konzentration, je nach Art, Rasse, Wachstumsphase
und Wachstumsbedingungen. Phalaris aquatica soll bis zu l % DMT
enthalten, dazu 5-MeO-DMT. Phalaris brachystachys enthält angeblich nahezu
nur DMT in nennenswerten Mengen, exakte Angaben fehlen auch hier noch. In
Phalaris arundinacea dominiert häufig 5-MeO-DMT.

Wirkungen:
Geraucht halluzinogen wie DMT / 5-MeO-DMT; extrem schneller
Wirkungseintritt, kurze Wirkdauer (10 Minuten). Subjektiv kann die Wirkung
länger erlebt werden. Depersonalisation, machtvolle Halluzinationen, Begegnungen
mit „Wesen aus anderen Dimensionen".
Wirkt zusammen mit Harmala-Samen oder einem Extrakt daraus als
Ayahuasca-Analog, Art und Intensität des Erlebnisses schwanken
stark mit der Art und dem prozentualen Anteil der einzelnen Alkaloide.

Nebenwirkungen:
Die Nebenwirkungen und Risiken aller Halluzinogene,Übelkeit und Erbrechen,
auch ausgesprochen heftig, sind häufige Nebenwirkung speziell der DMTHarmine-
Kombination. Diät während der Einnahme ist notwendig, da es sonst zu
sehr unangenehmen bis tödlichen Zwischenfällen kommen kann. Achtung:
Phalaris arundinacea tötet weidende Schafe, die besonders empfindlich auf 5-
MeO-DMT reagieren. Extreme Vorsicht, besonders bei der Verwendung einer
noch nicht bekannten Rasse, wird daher angeraten. Nebenwirkungen bei häufigerer
Einnahme von 5-MeO-DMT unbekannt.

Bezugsquellen:

In Smart und Head Shops

Sonstiges:
DMT
unterliegt dem Betäubungsmittelgesetz. Von der Einnahme von DMT-haltigen
Material wird daher abgeraten.

Weitere Beschreibung bei AZARIUS

28.06.10

Kava Kava - Piper methysticum


Kawa-Kawa kommt ursprünglich aus Polynesien, wo er auch heute noch für die Herstellung eines Getränks angebaut wird.

Mittlerweile finden sich Kawa-Kawa-Präparate in immer größer werdender Zahl auch in westlichen Ländern wieder.

Von der ursprünglichen Verwendung als rituelles Getränk hat man sich im Westen sehr weit entfernt und zieht aus der Wurzel vor allem die beruhigenden Stoffe.

Allgemeine Informationen:
Name:
Kava-Kava / Piper methysticum,Kava

Volksnamen:
Kawa Kawa, Kava Kava, Agona, Ava-Ava, Kawapfeffer, Malohu, Meruk, Yagona,Rauschpfeffer, Kawa-Kawa, Ava

Botanisches:

Allgemein
Der buschige, immergrüne Strauch wird meist ca. 2 Meter hoch, kann aber auch über 4 bis 5m erreichen. Die hellgrünen, wechselständigen, herzförmigen Blätter werden bis zu 30 cm lang: Die grünlich-weißen, männlichen Blütenstände werden bis zu 6 cm lang und sitzen auf blattwinkelständigen Ähren; weibliche Blüten sind nicht bekannt.

Familie
Piperaceae (Pfeffergewächse)

Formen und Unterarten
Zahlreiche Sippen aber botanisch kaum Varietäten. Auf Hawai wächst die Varietät "Black Awa", die fast schwarze Stengel hat.

Vorkommen
Inselwelt Mikronesiens und Polynesiens. Urprüngliche Heimat unbekannt. Gelegentlich wird Neuguinea genannt.

Überlieferte Rezpete
Man gibt ca. 100g getrocknete Wurzel (Pulver) auf 100 ml Wasser. Diese Mischung nimmt man dann ein, wobei auch hierbei vor dem Geschmack gewarnt sei.

Wird manchmal auch mit Betelpalme verwendet.

Kava bei WIKI

Sehr interessanter Artikel von aufdemhoevel.de - Kava - Die Südseedroge



22.06.10

Voacanga africana


Tropischer afrikanischer Baum aus der Familie der Hundsgiftgewächse mit
glänzenden Blättern und stark duftenden Blüten.

Verwendung: Verwendet werden die Rinde und die Samen.
Wirksame Inhaltsstoffe: Ibogain-verwandte Alkaloide.

Wirkungen: Stimulierend, halluzinogen. Die Rinde wird in kleineren Dosen von
den westafrikanischen Eingeborenen als Stimulans verwendet, um Stammesfeste
und -tanze und anstrengende Jagdzüge länger durchstehen zu können. Die Samen
werden von Schamanen verwendet, um visionäre Erfahrungen hervorzurufen.

Nebenwirkungen: In niedriger Dosis, zur Anregung, kaum Nebenwirkungen.
In hohen, halluzinogenen Dosierungen Erbrechen und Krämpfe. Vom Gebrauch in
höheren Dosen wird abgeraten.

Dosierung: Heutzutage werden die Samen in vielen Smartshops angeboten.
Jedoch findet man wenig zur Dosierung der Samen.Es gibt berichte wo 10-50
Samen eingenommen wurden.Da es keine genauen angaben zur Dosierung gibt,
raten wir von der Verwendung ab! Es ist zu bedenken das es sich um eine stark Giftige Pflanze handelt!

Damiana-Turnera diffusa



Ein Strauch mit duftenden Blättern, der im tropischen Amerika, in Texas und in
Kalifornien wächst.

Verwendung:
2 Eßlöffel der Blätter läßt man in einem halben Liter Wasser
aufkochen und anschließend ca. 5 Minuten ziehen. Der Tee wird getrunken. Zusätzlich
kann eine Pfeife voll getrockneter Blätter geraucht werden. Auch alkoholische
Auszüge werden gerne verwendet.

Wirksame Inhaltsstoffe:
Vor allem die Blätter enthalten viele Terpene, unter anderem Cineol, Arbutin, Cadinen, Damianin, Cymol, Pinen und Thymol, aber auch Tannin und Koffein.



Wirkungen:
Milde aphrodisierende und euphorisierende Wirkung von etwa l bis
l ,5 Stunden Dauer. Der regelmäßige, aber mäßige Gebrauch soll eine
stärkende Wirkung auf die Sexualorgane haben. Besonders die euphorisierende
Wirkung wird nicht von allen Menschen gleich stark empfunden. Manche an
Marihuana gewöhnte Personen zeigen sich von der Damiana-Wirkung wenig
beeindruckt. Andere finden den milden Turn angenem.

Bezugsquellen:
Einige Kräuterhändler haben Damiana im
Angebot.


Mehr Psychoaktive Pflanzen gibt es in dem Buch - Bert Marco Schuldes - Psychoaktive Pflanzen

28.05.10

Cannabis - Bewertung nach Blütezeit

Ein wesentlicher Punkt bei den Züchtungen ist die Verkürzung der Dauer bis zur vollen Ausbildung der THC-reichen
Blütenstände ohne Samenproduktion. Deswegen werden viele Sorten oder Hybriden nach der Dauer des Zeitraumes vom Keimen
der Samen bis zur voll ausgebildeten, harzigen Blüte bewertet (Beispiele):

Skunk Spezial Blüte nach 9 Wochen
Super Skunk Blüte nach 7 Wochen
Big Bud Blüte nach 9 Wochen
Califorma Orange Bud Blüte nach 9 Wochen
California Indica Blüte nach 7 Wochen
Misty Blüte nach 10 Wochen
NL Shiva Blüte nach 9 Wochen
Shiva Shanti Blüte nach 7-8 Wochen
NL Masterkush Blüte nach 10 Wochen
Haze Blüte nach 11 Wochen
Afghaan Blüte nach 8 Wochen
Durban Poison Blüte nach 9 Wochen
Hindu Kush Blüte nach 6-7 Wochen
Northern Lights Blüte nach 7-8 Wochen
Jack Herer Blüte nach 10 Wochen




Besonders gute Samenqualität gibt es in Holland bei
Sensi Seeds

27.02.10

Satanssalbe - Hexensalbe

Wir Raten von der Herstellug und Anwendund dringen ab!!!

Es ist ein sehr altes Rezept.Angeblich sollen die Hexen schon im 17.Jahrhundert diese Salbe verwendet haben.

10 Gr. Hühnerfett, 4 Gr. Haschisch, 5 Gr. Bilsenkraut (Blüten oder Samen), 2 Gr. Belladonna (Tollkirsche), 26 Gr. Marihuana, 5 Gr. Knoblauch, 3 Gr. Sonnenblumenkerne, 25 Gr. Klatschmohn (Opiumblüten), 6 Gr. Callamus, 10 Gr. Weizen. Mischen in der Sonne trocknen lassen, zu einem feinen Pulver zerreiben und mit dem Fett mischen. Luftdicht aufbewahren. Bei Gebrauch den Solar plexus, Halsansatz, Arm- und Kniekehlen, Handflächen und Fußsohlen einreiben. Nach der Ankunft alles gründlich abwaschen und den Körper mit Vaseline einreiben.

NIE DAVON NASCHEN!!

Bereits diese Dosis reicht für eine große Versammlung.

25.02.10

Katzenminze - Nepeta Cataria



Die Katzenminze aus der Familie der Lippenblütler wächst in Europa, Asien
und Afrika. Der Geruch dieser Pflanze übt auf Katzen eine unwiderstehliche
Wirkung aus.

Verwendung:
Die Blätter werden allein oder zusammen mit Tabak zu gleichen
Teilen vermischt geraucht. Der Extrakt kann auch auf Tabak oder auf andere
rauchbare Stoffe gesprüht werden. Es kann auch ein Tee aus der Katzenminze,
insbesondere kombiniert mit Damiana, getrunken werden. (2 Eßl. frische
Katzenminze, 2 Eßlöffel Damiana, mit 1/4 l Wasser kochendem Wasser überbrühen,
5 Minuten ziehen lassen.)

Wirksame Inhaltsstoffe:
Nepetalactone, Metatabilacetone.

Wirkungen:
Immer wieder wird von einer milden, marihuana-ähnlichen Euphorie
berichtet. In der Form eines Tees, Damiana und viel frische Katzenminze
gemischt, kann ich eine kaum wahrnehmbare euphorische Wirkung bestätigen,
die etwa eine Stunde anhält. Das Rauchen von Katzenminze allein führt bei mir zu
keinen nennenswerten Wirkungen.

Nebenwirkungen:
Keine Nebenwirkungen bekannt; Tabak ist gesundheitsschädlich
und macht abhängig.

Bezugsquellen:
Zoohandlungen, Samen und Kräuterhandlungen.

Mehr Psychoaktive Pflanzen gibt es in dem Buch - Bert Marco Schuldes - Psychoaktive Pflanzen

22.02.10

Mate - Iex paraguayensis


Immergrüne, mittelhohe Bäume, die in Brasilien und in Paraguay wachsen. Der
Genuß des sehr erfrischenden und durstlöschenden Mate-Tees ist in Südamerika
weit verbreitet.
Verwendung: Die Blätter werden gesammelt, getrocknet und leicht geröstet.
Aus dem so gewonnenen Mate wird ein Tee bereitet.

Der Mate Tee ist ein Ausgussgetränk, das aus den klein geschnittenen Blättern des Mate Strauches zubereitet wird. Mate wird in Südamerika angebaut und wurde schon vor der Kolonialisierung von den dortigen Ureinwohnern regelmäßig getrunken. Besonders die Bevölkerung Argentiniens trinkt überwiegend mindestens 1 mal pro Woche Mate Tee. In den nördlicheren Ländern, erfolgt die Zubereitung des Mate Tees um diesen dann später kalt zu trinken, da dieser sehr erfrischend wirkt.

Der Mate Tee schmeckt hat einen fruchtig-bitteren Geschmack, der einen rauchig-erdigen Nahgeschmack mit etwas süß-säuerlicher Frische aufweist.

Wirkung von Mate Tee
Der Mate Tee ist besonders anregend für den Stoffwechseln, weshalb er auch gut zum Abnehmen geeignet ist. Außerdem soll er die Leistung steigernd und den Hunger Stillen, weshalb er zu den Schlankmachern unter den Tees gehört.

Wirksame Inhaltsstoffe: Koffein, Tannin (ein Gerbstoff), Mineralien.

Er regt vor allem die Muskeln und die Nerven an und fördert den Harndrang als auch die Speichel- und Magensaftbildung, weshalb er sehr gut zur Verdauung beiträgt. Aufgrund seines Koffeingehaltes wirkt er schweißtreibend und stärkt den Kreislauf.

Man bekommt den Mate Tee hierzulande in Teeläden und auch in der Apotheke.

Nebenwirkungen: Langdauernder Gebrauch in hoher Dosierung kann Nervosität,
Schlaflosigkeit und Kreislaufbeschwerden hervorrufen.

20.02.10

Stachelmohn - Argemona mexicana


Stachelmohn, Chicalote

Stachelig beblätterte Mohnpflanze mit gelben Blüten. Wächst auf trockenen Feldern
und an den Straßenrändern Mexicos; bei uns als Zierpflanze erhältlich.
Verwendung: Die unreife Kapsel wird angeritzt und der austretende Milchsaft
gesammelt und getrocknet, dann geraucht oder eingenommen. Auch das
Rauchen der getrockneten Pflanze ist möglich.
Wirksame Inhaltsstoffe:
Protopin, Berberin und Isoquinilin.
Wirkungen:
Beruhigend, schmerzlindernd und euphorisierend. Die Samen
haben angeblich einen milden halluzinogenen Effekt. In Mexico wird der eingetrocknete
Milchsaft der Argemona Mexicana in Krankenhäusern offiziell als
Heilmittel verwendet. Reko berichtet in Magische Gifte, daß chinesische Händler
in Mexico die Chicalote anbauten, um sich daraus einen Opiumersatz herzustellen,
den sie dann rauchten. Reko schreibt weiter, daß in diesen Chicalote -
Feldern immer einige wenige Schlafmohnpflanzen standen. Ob das Aberglaube
war. oder ob es tatsächlich zu einer Kreuzung beider Arten kommt, so daß die
Chicalote-Schlafmohn-Kreuzung die Alkaloide des Schlafmohns produziert,
aber äußerlich wie der harmlose Stachelmohn wirkt, ist bis jetzt nicht untersucht
worden.
Nebenwirkungen:
Bei gelegentlichem Gebrauch keine bekannt. Dauernder
Gebrauch kann ein Glaukom verschlimmern.
Bezugsquellen:
Der Samen ist in verschiedenen Samenhandlungen erhältlich.

Mehr Psychoaktive Pflanzen gibt es in dem Buch -
Bert Marco
Schuldes - Psychoaktive Pflanzen

12.02.10

Betelpalme - Areca catechu



Betelpalme

Familie:
Arecaceae, Palmae [Palmen]

Unterfamilie:
Ceroxylinae - Arecineae, Tribus Areceae

Geschiche:
Der Name areca leitet sich möglicherweise von dem Kanaresewort adeke oder von Malayalam adakka ab und bedeutet
»Kavalier«. In frühen Sanskritwerken taucht die Palme unter dem Namen gouvaka auf. Sie wird schon in Jataka- und Palischriften
erwähnt. Angeblich soll die Palme erstmals aber von Herodot (ca. 340 v.Chr.) beschrieben worden sein. Später wurde die Palme
ebenso wie das Betelkauen von den meisten arabischen und europäischen Reisenden (z.B. Abd Allah Ibn Ahmad, Marco Polo,
Vasco da Gama, Garcia da Orta, Abul Fazal, Jacobus Bontius usw.) in ihren Reiseberichten mehr oder weniger genau dargestellt.
Der britische Reisende R. Knox hat 1681 in seiner Historical Relation of the Island of Ceylon (London) - offensichtlich
beeindruckt - den Gebrauch der Betelnuß und ihre ökonomische Bedeutung beschrieben. Die erste europäische bildliche
Darstellung der Betelnuß ist ein Kupferstich von Carolus Clusius aus Aromatum et simplicium aliquot medicamentorum (. . .)
historia (Antwerpen 1605).

Verbreitung:
Fast alle Betelpalmen sind angepflanzt. Die Herkunft einer angenommenen Wildform ist nicht ganz geklärt, möglicherweise
stammt sie von den Sundainseln oder von den Philippinen. Da sie nur in tropischenRegenwaldgebieten gedeihen kann,
ist sie auf solche Gebiete in Vorder- und Hinterindien, Pakistan, Sri Lanka (Ceylon), den
Malediven, Madagaskar, Ägypten, Ostafrika, Arabien, Südchina, Taiwan, Indonesien, Malaysia, Fiji und Melanesien beschränkt
. Wild kommen die Betelpalmen in Malabar (Indien) vor.Anbau
Die Betelpalme wird in erster Linie wegen ihrer Samen (Betelnüsse), aber auch als Zierpalme angebaut. Zu fast allen Palästen und
Parkanlagen in Indien gehören Betelpalmenalleen.
Die Betelpalme kann auf verschiedenen Böden gedeihen. Der Anbau erfolgt durch vorgekeimte Samen. Die Schößlinge müssen
im Schatten aufwachsen, da sie sonst von der intensiven tropischen Sonne zerstört werden könnten. Deswegen werden auf den
Plantagen zunächst schattenspendende und schnellwachsende Bäume (z.B. Erythrina indica LAM.; siehe Erythrina spp.)
angepflanzt.
Die Palmen können nach 10 bis 15 Jahren Früchte tragen. Gewöhnlich werden nur die reifen Früchte geerntet. Eine Palme kann
45 bis 70 Jahre Früchte tragen.

Aussehen:
Diese Fächerpalme wird bis zu 25 Meter hoch und bekommt einen 30 bis 50 cm dicken Stamm. Die gefächerten Wedelblätter
werden ca. 2 Meter lang. Unter den Blättern befinden sich die männlichen und weiblichen Blüten in kolbigen Blütenständen. Die
Palme treibt bis zu drei Fruchtstände mit jeweils 150 bis 200 Früchten aus. Die bis zu 7 cm lange elliptische Frucht enthält einen 3
bis 10 g schweren, braunen, netzaderigen Samen (die eigentliche Betelnuß; Endosperm).
Die Betelpalme kann leicht mit der aus der Karibik stammenden Königspalmeund mit einigen Arten der philippinischen und ozeanischen Gattung Veitchia
verwechselt werden. Sie ist kaum von den nah verwandten Arten Areca triandra Roxs. (Indien) oder Areca vestiaria zu unterscheiden.

Droge:
Arekanüsse (Arecae Semen, früher: Semen Arecae, Nuces Arecae); auch unter den Namen Betel nut, Areca nut, Noix d'arec,
Puwag bekannt.
In Ceylon (Sri Lanka) werden gelegentlich die Samen der nah verwandten Areca concinna THWAITEs als Substitut für echte
Betelnüsse gekaut . Auf den Philippinen werden die Samen der Beingang-ipot
genannten, ebenfalls nah verwandten Art Areca ipot als Ersatz verwendet ; auf den Andamanen sind die
Palmsamen von Areca laxa HAM. ein Substitut; Areca nagensis GRIFF wird in Bengalen und Areca glandiformis LAM. sowie
Calyptrocalyx spicatus BLUME auf den Molukken verwendet . In Assam werden die Samen der
jagingriiibe genannten Gtietiirri niontafmm MARK. [syn. G. scandetis RoxB. (Gnetaceae)] als Ersatz für Arekanüsse gekaut
. In Indien wird auch die Rinde von Loranthus falcatits L. (Loranthaceae) als narkotisch wirkender
Ersatz für Arekanüsse benutzt. Die Früchte von Pinanga dicksonii BLUME werden in Indien ebenfalls als Arekaersatz genutzt,
die von Pinanga kiihlii BLUME auf dem Malaiischen Archipel
In vielen Gebieten Indiens werden die frisch geernteten Betelnüsse bevorzugt. Um sie frisch zu halten, können sie über mehrere
Monate in einem Gefäß mit Wasser aufbewahrt werden. Wenn die Nüsse trocknen, werden sie sehr hart und lassen sich dann nur
schwer zerkauen. Manchmal gelangen aber auch getrocknete Betelnüsse auf den Markt. Sie wurden vor der Verbreitung 6 bis 7
Wochen in der Sonne getrocknet (sogenannte Chali-Nüsse). In Malaysia werden die aufgebrochenen Betelnüsse mit Benzoeharz
beräuchert und erhalten dadurch ein angenehmes Aroma; sie kommen unter dem Namen Pinang iikzip auf den Markt (siehe
Räucherwerk). Daneben werden ganze, reife, getrocknete Nüsse (Pinang kossi), halbe, getrocknete Nüsse (Pinatig blah),
geräucherte Nüsse (Pinang salai) und halbreife, gesalzene Nüsse (Pinang asin) auf den Markt gebracht.
Manchmal werden fast reife Betelnüsse geerntet und in einem Sud aus Betelblättern (Piper betle L.), Rindenstücken von
Szyzygitirn jarnbolanitrn DC., Pterocarplis santalimis L., Adenanthera pavonia L. und Finis religiosa L., etwas gelöschtem Kalk
und Ölen gekocht. Dadurch nehmen sie eine rötliche Färbung (vom Roten Sandelholz) und einen schönen Glanz an. Sie
schmecken aromatischer und bleiben länger weich
Gelegentlich werden die frisch geernteten Nüsse in Kalklauge gekocht, getrocknet und exportiert. Die zu Scheiben geschnittenen,
zarten, unreifen Nüsse kommen getrocknet unter dem Namen kali in den Handel .
Zubereitung und Dosierung
Betelnüsse haben die größte ethnopharmakologische Bedeutung als Hauptbestandteil des Betelbissens.
Aus den Früchten kann sogar durch Fermentierung ein Arekawein gewonnen werden.
Die mit Bierhefe geimpften Blätter werden zur alkoholischen Gärung eingesetzt.
Ein Betelbissen enthält etwa eine viertel oder halbe Nuß. ROTH et al. geben als maximale Einzeldosis 4 g an. 8 bis 10
g der pulverisierten Samen können bereits tödliche Auswirkungen haben.
Das isolierte Hauptalkaloid Arecolin hat eine stark stimulierende Wirkung in einer Dosis von 2 mg. Die Einzelgabe sollte 5 mg
nicht überschreiten.
Rituelle Verwendung
Die wichtigste rituelle Verwendung der Betelnuß findet bei Zeremonien mit Betelbissen statt (siehe dort; vgl. auch Piper betle).
In Melanesien gelten die Betelnüsse als magische Substanz, wenn sie von einem Zauberer besprochen wurden. Sie tragen dann die
magische Kraft der Worte in sich und können sie auf ein Ziel (eine Person, eine Handlung, einen Gegenstand) übertragen. Oft
dienen sie als Träger von Liebeszaubern.
In Indien gehören die Blüten der Betelpalme zu den zeremoniellen Opferblumen. Der Baum an sich soll symbolisch als Ganesha
verehrt werden .
Auch die Blätter der Betelpalme haben rituelle Bedeutung. So werden sie in buddhistischen Zeremonien und bei Initiationen
verwendet. Auf Sri Lanka (Ceylon) werden aus den Blättern wasserdichte Schüsseln geflochten, in denen die neugeborenen
Knaben rituell gebadet werden.
In Südostasien (Indonesien) werden die Betelpalmenblätter den Jungvermählten vor die Tür gelegt und am Haus angebracht, um
sie zu ehren .
Artefakte
In Indien werden aus den harten Arekanüssen kleine Fläschchen oder Döschen für die Aufbewahrung von Räucherwerk
geschnitzt.
Die Palme wird gelegentlich in der indischen und siamesischen Kunst abgebildet.
Medizinische Anwendung
In Indien wird die Betelnuß vor allem zum Austreiben von Bandwürmern verabreicht .
Früher war die Betelnuß auch in Europa ein beliebtes Wurmmittel, besonders in der Tiermedizin ,
. Volksmedizinisch wird die Betelnuß auch bei Durchfallerkrankungen verwendet.
In den beiden traditionellen Medizinsystemen Indiens und angrenzender Gebiete, Ayurveda und Unani, wird die Betelnuß
vielseitig verwendet. Sie kommt bei Verdauungsstörungen und Nervenleiden zur Anwendung; ein Dekokt davon wird aber auch
als Tonikum und Aphrodisiakum (vor allem in Verbindung mit weiteren Substanzen) geschätzt . Ähnlich werden Betelnüsse auch in der traditionellen chinesischen Medizin und in Kambodscha benutzt. Die
malaiischen Zauberer und Giftmörder benutzen eine Mischung aus Betelnuß und Opium , um ihre
Opfer zu vergiften und auszurauben.
In Persien werden Arekanüsse, mit Zucker und Koriander vermischt, zur Einleitung der Geburt gegeben .

Inhaltsstoffe:
Die Samen enthalten verschiedene Alkaloide (0,3 bis 0,6%) von recht einfacher chemischer Struktur: 0,1 bis 0,5% Arecolin
(Hauptalkaloid) sowie Arecain, Arecaidin, Arecilidin, Guvacolin, Isoguvacin und Guvacin. Daneben sind Gerbstoffe (Tannine:
Galotanninsäure, Gallsäure, D-Catechol, Phlobatannin), Schleim, Harz, Kohlenhydrate (Saccharose, Galactan, Mannan), Proteine,
Saponine, Carotene, Mineralstoffe (Calcium, Phosphor, Eisen) und Fette (Sitosteriol) enthalten . Wenn Betelnüsse mit gelöschtem Kalk zusammen gekaut werden, wird das Alkaloid Arecolin in Arecaidin
umgewandelt.

Wirkung:
Das Hauptalkaloid Arecolin ist ein Parasympathomimetikum. Es wirkt stimulierend, regt den Speichelfluß stark an und hat
anthelmintische (wurmtötende) Eigenschaften; es kann auch Bradykardie (Verlangsamung der Herztätigkeit) und Tremor
hervorrufen. 8 bis 10 g der Samen können tödlich wirken. Dabei tritt der Tod durch Herz- oder Atemlähmung ein . Die polyphenolischen Stoffe (NPF-861A, NPF86IB, NPF-86IIA, NPF-8611B) haben eine tumorhemmende und
immunsystemstärkende Wirkung . Das Öl der Arekanuß hat antifertile Eigenschaften . Zur Psychoaktivität
der reinen Arekanuß:
»Die Wirkung der gewöhnlichen Arekanuß ist nur eine schwache, sie erzeugt höchstens ein kurz andauerndes Schwindelgefühl.
Daneben gibt es aber einige Formen, die stark giftig wirken. Der Same der Areca catechu L. var. nigra auf Java erzeugt Schlafsucht und Betäubung und kann den Tod herbeiführen. Andere Formen wirken rauscherzeugend: so eine als
„toung-noo“ bezeichnete aus Burma, eine als „pinang-mabok“ bezeichnete von den Molukken, eine andere aus Ceylon.«

Anwendung:

Einen Teelöffel zerpulverten Betel kannst Du in den Kaffee mischen oder mit Wasser einnehmen. Aber für den besten Effekt mische etwas Kalk dazu und kaue einige Zeit darauf. Speichel und Kalk verbessern die Aufnahme des wirksamen Stoffes. Die wirksamen Stoffe werden über den Mund ins Blut aufgenommen und der Speichel und die gekauten Reste können nach einiger Zeit ausgespuckt werden. Für den Geschmack kannste du kleine Stücke Zitrone dazu essen oder einige Tropfen Zitronensaft über das Pulver geben.
Gebrauche nicht mehr als 3 gr. pro Einnahme und 6 gr. pro Tag.
In Asien werden die ganzen Nüsse gekaut; oft in Kombination mit verschiedenen Gewürzen und eingewickelt in Pflanzenblätter. Die Reste werden dann ausgespuckt. Betel kann man gut mit Kava Kava oder Kolanuss kombinieren.
Bezugsquellen:
Etnobotanische Shops,Kräuter und Samen Handlung.

Bezugsquelle:
Kräuter und Samenhandlung,Ethnobotanik Shop

07.02.10

Erfahrungsberichte Drogen - auf Suchtzentrum.de

Erfahrungsberichte zu Drogen

Eine interessante Seite mit Erfahrungsberichte zum Thema Drogen.

Besonders interessant finde ich die Erfahrungsberichte zum Thema
Zauberpilze.Schaut doch einfach mal rein!

Gruß
Stoni

suchtzentrum.de

03.02.10

Steppenraute - Peganum harmala


Mehrjährige Pflanze, die im mittleren Osten, in Ungarn und Spanien vorkommt.
Verwendung: Etwa 2-5 Gramm der Samen werden gut gekaut und dann geschluckt.
Der Geschmack ist sehr bitter. Die Herstellung eines Konzentrats und
dessen Einnahme in Gelatinekapseln ist daher angenehmer. Besonders effektiv in
Verbindung mit anderen psychoaktiven Verbindungen, insbesondere Tropa-nen,
Psilocybin und DMT-haltigem Material. Die Samen der Steppenraute werden auch
zum Färben von Stoffen benutzt (Türkischrot).

Wirksame Inhaltsstoffe
: Harmine, Harmaline und Harmalol; Alkaloidgehalt
etwa 2 bis 4 Prozent - die mit Abstand konzentrierteste natürliche Quelle für
Haimine.

Wirkungen
: In niedriger Dosierung von 25-50 mg beruhigend und aphrodisierend,
in höheren Dosen von 250-500 mg halluzinogen. Halluzinationen, die
von südamerikanischen Harmin-enthaltenden Pflanzen hervorgerufen werden,
werden teilweise als Angst- und gewaltauslösend beschrieben. Mit der Steppenraute
liegen keine Erfahrungsberichte in solcher Dosierung vor. Die zu erwartenden
Harmin-Wirkungen siehe unter Ayahuasca.

Nebenwirkungen
: Übelkeit, Erbrechen, vermehrter Speichelfluß, Zittern.
Reversibler MAO-Hemmer. Sollte auf keinen Fall zusammen mit Alkohol
und mit bestimmten Medikamenten und Lebensmitteln eingenommen werden.
Überdosen können eine Lähmung des zentralen Nervensystems hervorrufen.

Bezugsquellen: Samenhandlungen

Sonstiges
: Bitte auch den Beitrag zu MAO-Hemmer Lesen!


Mehr Psychoaktive Pflanzen gibt es in dem Buch
- Bert Marco Schuldes - Psychoaktive Pflanzen

26.01.10

MAO-Hemmer - Lebensgefährlich


Zu der Gruppe der MAO-Hemmer zählt z.B. die Pflanze Passiflora incarnata - Passionsblume
oder Peganum harmala - Steppenraute.
MAO-Hemmer - Lebensgefährlich
Einige der hier beschriebenen Substanzen sind im Abschnitt Nebenwirkungen
als MAO-Hemmer gekennzeichnet. Die Einnahme dieser Substanzen zusammen
mit bestimmten anderen kann unter Umständen zu lebensbedrohenden Zuständen
führen. Nicht alle hier aufgeführten Substanzen sind gleich gefährlich; einige
produzieren allenfalls unangenehme Zustände. Um sicher zu gehen, werden auch
diese hier aufgeführt.
MAO bedeutet Monoaminooxidase. Dies ist ein Enzym, das bestimmte
Amine abbaut und so inaktiviert. MAO-Hemmer hemmen die Wirkung dieser
Enzyme, so daß die Amine intakt bleiben. Handelt es sich nun um für den
menschlichen Körper giftige Amine, so kann es zu schweren, auch tödlichen
Nebenwirkungen kommen. Eine als MAO-Hemmer gekennzeichnete Substanz
sollte nicht zusammen mit anderen, die diese Amine enthalten, eingenommen
werden. Einige Medikamente werden auch in ihren Wirkungen durch MAOHemmer
verstärkt oder verändert. Nicht zusammen mit MAO-Hemmern eingenommen
werden sollten:
• viele Beruhigungsmittel
• viele Tranquilizer (zur Stimmungsaufhellung eingesetzte Mittel)
• viele Antihistaminika (eine Gruppe antiallergischer Medikamente)
• Narkotika
• Alkohol
• Amphetamine (bestimmte Medikamente mit aufputschender und / oder
appetitzügelnder Wirkung
• Meskalin (enthalten im Peyotl, San-Pedro und anderen Kakteen)
• Asaron (enthalten in der Kalmuswurzel)
• Muskatnuß
• Macromerine (enthalten im Dona-ana-Kaktus)
• Ephedrin (Arzneimittel mit anregender Wirkung).
• Dill-, Petersilien- Fenchelöl. (geringe Mengen als Gewürz unschädlich).
• Koffeinhaltige Substanzen (Kola, Kaffee, Tee, Kakao, Guarana, etc.)
• Gereifter (alter) Käse
• Bananen und Ananas
• Tyrosin-enthaltende Lebensmittel, wie Fisch-Zubereitungen, Geflügelleber,
Pferdebohnen, Chianti-Wein.
Nicht zusammen einnehmen bedeutet, daß die oben aufgezählten Stoffe
nicht eingenommen werden sollten, während der MAO-Hemmer in Ihrem Körper
wirkt. Der Wirkungszeitraum von MAO-Hemmern reicht, je nach Substanz, von
wenigen Stunden bis zu etwa zwei Tagen. In den meisten Fällen sind die MAOWirkungen
innerhalb von etwa 8-24 Stunden abgeklungen. Dies gilt nur für
reversible MAO-Hemmer wie Harmine, nicht für irreversible, pharmazeutisch
hergestellte, antidepressive MAO-Hemmer. Diese wirken deutlich länger.
Bei Medikamenten ist relativ leicht herauszufinden, ob sie mit MAOHemmern
verträglich sind: dies ist in der Regel auf dem Beipackzettel vermerkt.
Viele Medikamente sind übrigens selber MAO-Hemmer. Die Wirkungen einer
unzulässigen Kombination reichen von Kopfschmerzen, Nackensteife, Herz-
Kreislaufbeschwerden über Blutdruckkrisen bis zum Tod.
Es beginnt sich abzuzeichnen, daß die natürlichen, reversiblen MAOHemmer
(insbesondere die Harmine) wesentlich gutartiger wirken als die synthetischen
irreversiblen. Ausführliche Informationen darüber finden Sie in Ayahuasca
Analoge von Jonathan Ott und in Psychedelischer Neo-Schamanismus
von Jim DeKorne.

Verwendung von MAO-Hemmern mit Psychoaktiven Pflanzen:
Psylosorbin haltige Pilze und DMT haltige Pflanzen werden mit MAO-Hemmern eingenommen,
um die Wirkung zu verstärken.Meistens wird der Sammen der Steppenraute verwendet. Achtung: Dies sollte nur von erfahrenen Tripern gemacht werden!





Peganum harmala1

Passiflora incarnata flower

24.01.10

Cannabis - Hanf, Haschisch und Marihuana




In der Familie der Maulbeergewächse gibt es in der Unterfamilie der Hanfartigen
(Cannaboideae) zwei Gattungen: den Hanf (Cannabis) und den Hopfen.
Der Hanf, eine zweigeschlechtige Pflanze, kommt weltweit vor und fehlt
nur in den Polargegenden und den tropischen Regenwäldern. Bekannte Arten
aus dieser Gattung sind unser einheimischer Faserhanf Cannabis sativa und der
indische Hanf Cannabis indica. Cannabis ruderalis kommt als wenig bekannte
dritte Art hinzu. In neuerer Zeit gehen die Botaniker davon aus, daß es sich bei
diesen drei Arten nur um klima- und zuchtbedingte Varianten einer Art handelt.
Hanf ist eine der ältesten Nutzpflanzen der Menschheit. Er liefert nicht
nur Fasern, sondern auch nährstoff- und ölreiche Samen. Besondere Verehrung
brachte ihm aber die Verwendung als Heilpflanze, als rauscherzeugendes Genussmittel,
als Aphrodisiakum und als Sakrament zur Erzeugung von religiösen
Ekstasen ein.
So kann es nicht verwundern, daß der Hanf bereits vor beinahe 3000 Jahren in
griechischen, indischen und chinesischen Schriften als hochgeschätzte Pflanze
beschrieben wurde. Sein Gebrauch ist allerdings noch älter, wie verschiedene 6000
Jahre alte Funde belegen.
Sogar im Gewebe einer altägyptischen Mumie konnte, einer Meldung der
Münchner medizinischen Wochenschrift zufolge, Tetrahydrocannabinol nachgewiesen
werden. In GEO, Ausgabe 10/92 wurde dies präzisiert: die THC Werte
in den Haaren lagen nach über 3000 Jahren immer noch über denen heutiger
Haschischkonsumenten.
Verwendung: Verwendet werden die getrockneten weiblichen Blütenstände und
jungen Blätter (= Marihuana) und das gepresste Harz der weiblichen Pflanzen ( =
Haschisch). Haschischöl, das durch chemische Extraktion oder Destillation
gewonnen werden kann, hat demgegenüber nur geringe Bedeutung.
Meistens wird Cannabis geraucht, Marihuana entweder in Form von selbstgedrehten
Zigaretten, sogenannten Joints, oder in einer Pfeife. Haschisch wird
zuerst erhitzt, dann zerkrümelt und mit anderen rauchbaren Stoffen (Tabak, Damiana)
vermischt ebenfalls in einer Zigarette oder einer Pfeife geraucht.
Seltener wird aus Marihuana oder Haschisch (z.B unter Verwendung von
Butter) ein Tee zubereitet, Haschisch pur gegessen oder als Lebensmittelzutat
verwendet, um z.B. Gebäck oder andere Süßspeisen zuzubereiten. Bekannt wurde
der Fall eines deutschen Kriminalbeamten des Frankfurter Rauschgiftkomis
sariats K 44, der seinen Kollegen, zum Teil ohne deren Wissen, Haschischplätzchen
servierte.
Wirksame Inhaltsstoffe: Cannabinoide, insbesondere das Tetrahydrocanna-binol
(THC). Die Cannabinoide finden sich im Harz, welches in speziellen Harzdrüsen
an den Blütenständen und jungen Blättern besonders der weiblichen Pflanze
gebildet wird. Männliche Pflanzen enthalten ebenfalls die rauscherzeugenden
Wirkstoffe, aber, je nach Sorte, oft in geringerer Konzentration.
Auch in Deutschland gezogener Hanf kann rauschwirksame Stoffe bilden.
Entscheidend für deren Konzentration sind in erster Linie die Qualität des Saatguts
und die Intensität und Dauer der natürlichen oder künstlichen Besonnung.
Von Haschisch und Marihuana sind zahlreiche Sorten auf dem illegalen Drogenmarkt
erhältlich, die sich teilweise stark in der Konzentration der Cannabinoide
unterscheiden. Im allgemeinen ist diese bei Haschisch deutlich höher als
bei Marihuana, bei Haschischöl ein mehrfaches höher als bei Haschisch.
Inzwischen übertreffen holländische Hochleistungs-Marihuana-Sorten („Northern
lights") oft durchschnittliches Haschisch an Potenz.
Wirkungen: Eigenartigerweise spüren die meisten Menschen keine Wirkung bei
der ersten Einnahme von Cannabis, ein Effekt, der von anderen Drogen nicht
bekannt ist und damit zusammenhängen soll, daß die Leber erst lernen muß,
bestimmte für die Rauschwirkung bedeutsame Stoffwechselprodukte zu bilden.
Beim Rauchen treten spürbare Wirkungen innerhalb weniger Minuten ein. Die
volle Wirkung ist nach etwa 10 bis 20 Minuten erreicht und hält zwei bis drei
Stunden an. Wird Cannabis gegessen oder als Tee konsumiert, so tritt die
Wirkung erst nach einer Stunde ein, kann dann allerdings 10 Stunden und länger
anhalten.
Die am häufigsten berichteten körperlichen Wirkungen des Cannabisgebrauchs
sind eine mehr oder minder ausgeprägte Mundtrockenheit, spürbare Beschleunigung
des Herzschlages bis hin zu deutlichem, gelegentlich auch unangenehm
erlebtem Herzklopfen. Darüber hinaus kann es zu Anfällen von Heißhunger
kommen. Der Rausch verläuft in zwei Phasen; auf eine Anregungsphase
folgt eine mehr träumerische, meditative Phase.
Die im in folgenden aufgeführten Wirkungen sind den Berichten einer größeren
Zahl von Konsumenten entnommen. Es handelt sich somit um subjektive
persönliche Erfahrungen. Daß die aufgezählten Wirkungen meist positiv erlebt
wurden, mag daher Zufall sein. Ebensowenig sind die berichteten Verbesserungen
der Sinnesleistung objektiver Natur, sondern entspringen dem subjektiven
Eindruck der von Cannabis Berauschten.Der Einfluß von Hanf auf die Sinne wird meistens als besonders beeindruckend
beschrieben. Farben werden in der Regel sehr viel klarer und leuchtender
erlebt. Das Hören, das Erleben von Klang und insbesondere von Rhythmen
werden ebenfalls intensiviert. Psychedelische Maler und Musiker nutzen diese
Effekte gelegentlich aus.
Nicht nur Gerüche werden intensiver erlebt, sondern auch das mit diesem
Sinn eng verbundene Geschmackserlebnis verändert sich und erscheint dem
Konsumenten deutlich verfeinert und intensiviert. Vor allem Süßes, besonders
aber Schokoladehaltiges erfreut sich unter Cannabisberauschten großer Beliebtheit.
Auch das Tastgefühl wird oft verstärkt erlebt. Da dies die Tastempfindung
des ganzen Körpers betrifft und nicht nur die der Hände, können auch nichtgenitale
erotische Aktivitäten erheblich an Attraktivität gewinnen, was manche
Partnerin sonst vorspielfauler Männer besonders freuen dürfte.
Die häufig verbesserte Vorstellungskraft, die Vorstellungen viel intensiver in
Gefühle und körperliche Empfindungen verwandelt, kann besonders die Sexualität
durchaus angenehm beeinflussen. Die Stimmung wird meist von einem
entspannten Glücksgefühl, von Heiterkeit bis hin zur Albernheit bestimmt. Häufig
stellt sich eine lose Folge unzusammenhängender Gedanken ein.
Bei etwas höheren Dosierungen kann es zum subjektiven Erleben des Einsseins
mit der umgebenden Natur, zu ekstatisch-visionären, aber auch zu meditativ
kontemplativen Zuständen kommen. Da die Grenze zwischen Bewußtsein
und Unterbewußtsein durchlässiger wird, können vermehrt Erinnerungen an
längst vergessen geglaubte Erlebnisse zu Bewußtsein kommen.
In der Regel kommt es nur beim Konsum sehr hoher Dosen zu optischen
und akustischen Halluzinationen. Wie ein Rausch erlebt wird, ist im allgemeinen
von den folgenden Faktoren abhängig: der Dosis, von der Umgebung, in der
konsumiert wird, und von der inneren Einstellung zur Droge. Erfahrene Konsumenten
vermögen den Rausch und das darin Erlebte sehr weitgehend zu steuern.
Die Klarheit der Gedanken ist beim Cannabisrausch kaum beeinträchtigt.
Medizinisch hat Cannabis bei folgenden Erkrankungen positive Wirkungen
gezeigt: erhöhter Augeninnendruck (Glaukom), Krampfneigung, Epilepsie,
Asthma, schwere Übelkeit und Brechreiz. Synthetisches THC wurde in den vergangenen
Jahren häufig in den USA verordnet, um bei chemotherapeutisch behandelten
Krebspatienten mit dem starken Brechreiz, der bei solchen Behandlungen
auftritt, fertig zu werden. Speziell in Zusammenhang mit AIDS macht
Cannabis wieder von sich reden: auch hier kommt es, u.a. auch durch die notwendigen
Medikamente, zu Appetitverlust und Verdauungsstörungen mit der
Folge der Abmagerung. Diese stellt einen erheblichen Risikofaktor dar. In inzwischen
zahlreichen Fällen besserten sich nach Einnahme von THC oder
Marihuana der Appetit und in der Folge erhöhte sich das Körpergewicht. Dies bedeutet
eine verlängerte Überlebenszeit. Daß man todgeweihten Menschen dieses
bischen möglicher Hilfe aus einer politischen Trotzhaltung heraus immer noch
nicht legal zugänglich gemacht hat, ist eine skandalöse Mißachtung der
Grundrechte dieser Kranken. Das Recht auf Leben und körperliche Unversehrheit
schließt das Recht auf längeres Überleben ein.
Nebenwirkungen: Personen mit Kreislaufschäden sollten mit Cannabis vorsichtig
umgehen, da die Pulsfrequenz erhöht wird. Schäden am Immun- und
Fortpflanzungssystem werden zwar immer wieder behauptet, sind aber nach
Prof. Dr. Dominiak nicht bewiesen. Das Rauchen von Cannabis kann zu Lungenschäden
führen. Diese sind im Vergleich zum Schaden durch gewohnheitsmäßiges
Tabakrauchen als eher gering einzustufen.
Die Leistung des Kurzzeitgedächtnisses ist unter Einfluß von Cannabis reduziert.
Wie andere Rauschmittel oder Medikamente kann Cannabis möglicherweise
latent vorhandene Psychosen zum Ausbruch bringen. Personen, die zu
psychischen Störungen neigen, sollten ebenso auf Cannabis verzichten wie diejenigen,
die sich damit sozial unerträglichen Situationen entziehen wollen.
Körperliche Entzugserscheinungen sind bei Cannabis nicht zu beobachten.
Allenfalls können Irritierbarkeit, Nervosität und innere Unruhe für einen kurzen
Zeitraum auftreten, die jedoch Anzeichen einer gelegentlich auftretenden psychischen
Gewöhnung sind. Dosissteigerungen sind bei Cannabis nicht bekannt
geworden.
Insbesondere wenn Cannabis zu häufig im Übermaß eingenommen wird,
kann es in Einzelfällen zu sogenannten Flash-backs, kurzdauernden Rauschzuständen
ohne vorherige Drogeneinnahme, kommen. Genügend Zeit, um mit
dem Auto am Straßenrand anzuhalten, verbleibt allemal.
Ebenfalls zu den seltenen Erlebnissen gehören angstbeladene Zustände unter
Cannabis. Wenn, dann kommt dies vor allem bei hohen Dosen und ungeübten
Benutzern vor. Da die Intensität von Halluzinationen unter Cannabis weniger
ausgeprägt ist als unter anderen Drogen und die geistige Klarheit kaum beeinträchtigt
wird, ist dieser Zustand in der Regel schnell durch Zuspruch und evtl.
durch Verabreichung zuckerhaltiger Getränke beherrschbar. Unbewußte Ängste
des Benutzers spielen hier eine größere Rolle als die eigentliche Drogen wirkung.
Einzelne Autoren, besonders Nahas, berichten von wesentlich schwerwiegenderen
Nebenwirkungen durch Haschischkonsum. Nahas ist allerdings selbst in
der Fachwelt sehr umstritten, nicht zuletzt auch deshalb, weil seine Erkenntnisse
primär auf der Zwangsfütterung von Nagetieren mit übergroßen Mengen von
Cannabis beruhen. Neuere Autoren, z.B. Prof. Dr. Dominiak, weisen eine
Übertragbarkeit dieser Versuche auf den Menschen zurück.
Bezugsquellen: Haschisch und Marihuana sind nur in den Niederlanden und
einigen asiatischen Ländern straffrei erhältlich. Die Einfuhr von Cannabis auch
aus solchen Ländern in die BRD ist verboten. Dies gilt nicht für Samen. Auch
holländische Hochleistungssamen sind in der BRD frei erhältlich, ihr Besitz ist
nicht verboten.
Sonstiges: Die gesamte Hanfpflanze mit Ausnahme der Samen unterliegt dem
BtMG, der Besitz und die Weitergabe von lebenden oder getrockneten Pflanzen
oder daraus gewonnen Produkten (Ausnahme: Fasern) ist strafbar. Vom Konsum
muß daher abgeraten werden. Faserhanfsorten, dessen THC-Gehalt unter einer
noch zu definierenden Grenze liegen, werden voraussichtlich ab 1996 wieder
zum Anbau in der BRD zugelassen.
Bezugsquellen: Cannabis-Samen gibt es in Ihrem lokalen Headshop. im Versand
zB. bei KAWUMM. Global Import-Export und bei anderen Finnen.
Literatur: Gerade Cannabis ist sehr viel vielfältiger in seinen Wirkungen als es
hier dargestellt werden kann. Eine wirklich umfassende Beschreibung von
Cannabis enthält das in den Literaturhinweisen genannte „Hanf-Handbuch."
Während dessen Vorgänger, das .Definitive Deutsche Hanf-Handbuch" indiziert
war. ist dieses Buch nun frei erhältlich (Stand Oktober 1995). Cannabis als
Heilpflanze stellt das Buch „Hanf als Heilmittel" vor. Aus der Sicht des
Weitreisenden geschrieben ist „Hanfkultur weltweit". Es gibt einen faszinierenden
Überblick über den Gebrauch und die juristische Behandlung von Hanf in
fast 100 Ländern. Weitere wichtige Hanfbücher sind: ,,Von Hanf ist die Rede"
und „Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf' Kurz genannt seien noch:
„Die niederländische Drogenpolitik. Der offizielle Jahresbericht 1993". und das
..Haschisch-Urteil "94des Bundesverfassungsgerichts". Das Buch: „Das Recht
auf'Rausch" enthält neben anderen Informationen die vollständigen Texte der
sehr lesen werten Urteile über Cannabis des Landgerichts Lübeck und des
Schweizer Bundesgerichts. in dem beide zu dem Schluß gelangen, daß der Genuß
vo n Cannabis geringere Folgen für die Gesundheit hat. als der Alkoholgehrauch.

19.01.10

Kalmus - ( Acorus Calamus )


Der Kalmus ist eine große, duftende Pflanze mit schwertförmigen Blättern und unscheinbaren gelbgrünen Blüten. Sie kommt in Sümpfen und an Rändern von Gewässern in Europa, Asien und Nordamerika vor.

Verwendung: Die Wurzeln werden im späten Herbst oder Frühling gesammelt, gewaschen, von den Wurzelhaaren befreit und bei niedriger Temperatur getrocknet. Die Wurzel kann gekaut oder zerkleinert als Tee zubereitet werden. Die Dosis reicht von 5-25 cm der Wurzel. Mit zunehmendem Alter zersetzt sich die Wurzel und ist nach etwa einem Jahr inaktiv. Sie muß kühl und trocken gelagert werden.

Wirksame Inhaltsstoffe: Asarone und beta- Asarone.

Wirkungen: Ein bleistiftdickes Stück der Wurzel, das etwa 5 cm lang ist, wirkt stimulierend und erzeugt eine heitere Stimmung. Ein 25 cm langes Stück kann zu Veränderungen der Wahrnehmung und zu Halluzinationen führen. Kalmus wirkt auch aphrodisierend, insbesondere als Badezusatz.

Nebenwirkungen: Kalmus sollte nicht zusammen mit MAO-Hemmern eingenommen werden. Manche Stämme der Krähenindianer kauen die Wurzeln regelmäßig zur Mundhygiene und als Anregungsmittel. Nebenwirkungen konnten dabei nicht beobachtet werden. Einige Experimente scheinen daraufhin zuweisen, daß extreme Mengen von Kalmusöl bei Ratten zu erhöhtem Krebsrisiko führen können. Bei Menschen ist ähnliches nicht beobachtet worden.

Bezugsquellen: Apotheken, Kräuterhandel,Shops für Ethnobotanik,in Online Auktionshäuser

Mehr Psychoaktive Pflanzen gibt es in dem Buch - Bert Marco Schuldes - Psychoaktive Pflanzen


Links: wikipedia